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Eine Nachtschicht, die mehr erzählt als das Ergebnis

Razoon baut in Hockenheim nach einem Unfall einen Porsche mit neuem Chassis auf. Zum Rennstart reicht es nicht, zum Roll-out schon.

Porsche 911 GT3 R von Manthey in Spa 2024. Modellbild, nicht Razoon in Hockenheim 2026
Archivbild: Porsche 911 GT3 R von Manthey in Spa 2024. Modellbild, nicht Razoon in Hockenheim 2026 · MarcelX42 · CC BY-SA 4.0 · Bildausschnitt angepasst

Das Finale des ADAC GT Masters lieferte für Razoon eine Geschichte abseits des Titelkampfs. Nach dem Unfall von Colin Bönighausen im Samstagsrennen war der Porsche 911 GT3 R so stark beschädigt, dass ein neues Chassis benötigt wurde. Die Mannschaft beschaffte es kurzfristig bei Porsche in Weissach.

Nach Angaben des Teams traf der Ersatz gegen 22 Uhr ein. Danach arbeiteten die Mechaniker durch die Nacht. Das Ziel war, das Auto für Bönighausen und Leo Pichler wieder einsatzfähig zu machen. Ein regulärer Start im Sonntagsrennen gelang jedoch nicht mehr.

Etwa 15 Minuten vor dessen Ende war der Porsche fertig. Für einen Roll-out kam er noch auf die Strecke und wurde von den Zuschauern mit Applaus begrüßt. Sportlich brachte die Reparatur damit keine Aufholjagd im letzten Rennen, zeigte aber die unmittelbare Arbeit hinter einem GT3-Einsatz.

Solche Abläufe verschwinden leicht hinter einer Ergebnisliste. Hier bleibt der Unterschied entscheidend: Das Team reparierte den Wagen erfolgreich, erreichte die ursprüngliche Startabsicht aber nicht. Beides gehört zu einer vollständigen Einordnung dieses Wochenendes. Der sichtbare Moment auf der Strecke war der Abschluss einer wesentlich längeren gemeinsamen Anstrengung in der Box.

Quellen und Nachrichtenstand

Dieser Beitrag beruht auf den folgenden Primärquellen mit dem jeweils angegebenen Stand.

Aus dem Asphaltjournal